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Willkommen auf meinem Blog! Ich stelle hier meine Fahrzeuge und
Maschinen realisiert mit LEGO vor, eine englische Version findet ihr hier.

There is an English version of this blog as well.
Click here to read it.


Landscape Loader – Hommage an das Set 6512

Juli 21st, 2010 by admin

6512 – das sind nicht nur 37 Teile, eine Minifigur und ein Design, das weitab der Realität ist.

Das Set Nummer 6512 war mein erstes Lego-Set überhaupt!!!

Deshalb verbinde ich mit ihm am stärksten die Emotionen, die das Legobauen in meiner Kindheit auslöste und habe dem geschuldet mich daran gemacht, mich mit meinem heutigen Baustil an dieses historische Set zu wagen.

Probleme gab es zuhauf: Wie soll ein solches Fahrzeug je die Balance halten, wenn die Schaufel am vordersten Ende befestigt ist und hinten so gut wie kein Gegenwicht lagert? Kann dieser Haufen Steine eigentlich ein reales Modell nachahmen? Es gibt doch nicht wirklich einen so komisch gebauten Radlader!? – Doch, es handelt sich hier um einen Kompaktlader, bzw. Landscape Loader wie die Modellbeschreibung schon sagt und sieht in real so aus: (hier klicken)

Von diesem Fahrzeug ist das Moddell 6512 recht weit entfernt und ich habe mich entschlossen, nicht den realen, sondern den Lego-Landscape Loader vergrößert als Technicmodell nachzubauen und selbst noch einige Details hinzuzufügen, die das Modell wie einen Oldtimertraktor aussehen lassen sollen.

Schaufel und Ausleger sind mit Zahnrädern vom hinteren Teil aus steuerbar. Ich habe die Mechanik mit den Schneckengetrieben ins Hintere des Modells verfrachtet, da vorne nicht genügend Platz war, und um den Schwerpunkt nach hinten zu verlagern. Die Räder sind nicht angetrieben, aber auf beiden Seiten miteinander verbunden wie bei einem Bobcat-Lader. Das Dach lässt sich nach hinten klappen. Um auch bei schwerer Beladung ein Nachvornekippen zu vermeiden, ist hinten ein Ballastgewicht angebracht.

Genau wie das Original ein recht kleines Fahrzeug ist, ist auch mein Technicmodell recht kompakt geraten, was ich eigentlich sehr gut finde. Bis auf die Mechanik im Heck habe ich versucht, die Proportionen des 6512-Sets nachzuahmen, etwas eigen sind das Abgasrohr, die Lichter auf dem Dach, der Sitz und das Gegengewicht, das Modell hätte ohne diese Änderungen aber wohl sehr karg ausgesehen.

Mir hat es viel Freude bereitet, mich so intensiv mit meinem ersten Legomodell auseinanderzusetzen, der Bauprozess ging einfacher vonstatten als ich es zunächst vermutet hatte und die Funktionen sind sehr gut bedienbar, mit dieser Maschine zu arbeiten macht richtig Spaß.

Ich habe während des Bauens die Idee gehabt eine noch größere Technic-Nachbildung des 6512 mit Powerpuller-Reifen und der großen Schaufel zu bauen, das wird aber wenn überhaupt erst sehr viel später geschehen.

Toyota iQ

Juni 8th, 2010 by admin

Auf der IAA 2009 ist mir ein Wagen besonders in Erinnerung geblieben: der Toyota iQ. Nicht weil er besonders gut aussah oder eine realistische Kaufoption für mich gewesen wäre – zuerst war es das ungewöhnliche Design, das mir in Erinnerung blieb, erst sehr viel später habe ich festgestellt, wieviele Innovationen dieser Wagen enthlt, um geringe Abmessungen, einen komfortablen Personenraum und überdurchschnittliche Wendigkeit zu erreichen, und irgendwann stand mein Entschluss fest, dieses Modell mit Legosteinen zu realisieren.

An den Funktionen habe ich gespart (keine Federung), wollte dafür aber viele neue Ideen in ein möglichst kleines Modell einbringen, das stabil ist und dazu noch gut aussehen soll.

Im letzten Punkt habe ich eindeutig versagt; Es hat mich viele Tage gekostet an jedem Karosserieabschnitt herumzuoptimieren und hat doch am Ende zu nichts geführt.
Auch die Lenkung funktionierte mehr schlecht als recht: Ich habe eine annähernde Ackermanngeometrie erreichen wollen sowie eine automatische Zentrierung der Lenkung mittels Gummiband eingebaut (Die Hockeyfeder hatte ich noch nicht), beide funktionierten nur unpräzise.
Der Antrieb war deutlich stressfreier: Ich habe die Hinterachse aus 2 XL-Motoren gebaut, die direkt am linken bzw. rechten Rad sitzen, untereinander aber nicht verbunden sind (nur elektrisch). Diese Lösung bietet Power satt und eine zügige Fahrweise, das Durchfahren von Kurven geht deutlich einfacher als mit einer festen Achse und die niedrige Komplexität verhindert Schäden an Zahnrädern, wie es beim Differential möglich ist. Um mit beiden Motoren in die richtige Richtung zu fahren, muss ein Schalter zwischen den zweiten Motor und den IR-Reciever gesetzt werden.
Die gesamte Elektronik braucht so viel Platz, dass sie Kofferraum und Rückbank komplett verdrängt. Die Akkubox lässt sich recht einfach herausnehmen.
Im Cockpit befinden sich zwei Sitze und ein Lenkrad, die Seitentüren sowie die Kofferraumklappe lassen sich manuell öffnen und rasten mithilfe von Federn ein.
Während der Bauzeit ist das Modell überraschenderweise kleiner geworden, ein absolutes Novum für mich. Ihre Größe behalten haben leider die Reifen, die nun deutlich zu groß erscheinen. Um die Reifenfrage komplett ad absurdum zu führen, habe ich mir noch einen Satz Offroaderreifen geschnappt und ebenfalls am iQ befestigt (siehe Galerie).

Alles in Allem war dies ein eher durchwachsenes Projekt, über dessen Ende ich heilfroh bin, da mir jetzt wieder mehr Elemente zur Verfügung stehen. Man kann nicht alles auf einmal wollen, das habe ich hiermit gelernt und überlasse euch noch einen Blick in die Galerie weiter unten oder auf Brickshelf.

Kardanwelle

April 25th, 2010 by admin

Als LEGO Anfang 2010 dieses Element, ich nenne es center hole pin veröffentlichte, sahen viele darin die großartige Möglichkeit, ein Kardangelenk (Universal Joint) zu bauen, das deutlich stabiler als die derzeit vorhandenen [1] [2] wäre. Leider stellte sich heraus, dass der neue Pin mit Reibungskanten gefertigt wurde und in einem daraus gebauten Kardangelenk die entstehende Reibung einen Großteil der Vortriebsenergie schlucken würde.

Die Lösung des Problems ist die Verwendung von kleineren Verbindern zwischen der Antriebswelle und dem center hole pin, die immer noch Reibung erzeugen, aber einen deutlich flüssigeren Lauf ermöglichen als die normalen Verbinder.

Um diese Verbinder wiederum mit der Achse zu verbinden, benötigt man zwei Nockenscheiben, aus Mangel an solchen Elementen habe ich gleich noch eine flexible Verlängerung und ein 36er-Zahnrad an die Enden der Gelenke gesetzt. Die Gelenke der Radaufhängung liegen nicht exakt über denen der Antriebswelle, durch die Verlängerung ließ sich das ausgleichen.

Für die Radaufhängung habe ich auf die großen Kugelgelenke von den Bionicle, etc. gesetzt. Sie haben recht viel Reibung, sind dafür aber auch sehr stabil, haben wenig Spiel und erlauben hier Federung, Antrieb und Lenkung an einer Achse.

Ein Test hat folgende Probleme ergeben:

  • Bei Betrieb mit einem XL-Motor und einer Untersetzung von mehr als 3:1 (3 Umdrehungen des Motors drehen das Rad 1 Mal mit dreifacher Kraft) verbiegen sich Achsen und springen weitere Teile ab, sobald man das Rad blockiert. Es empfiehlt sich also das 36er Zahnrad zusammen mit einem 12er zu verwenden.
  • Die Felge dreht sich im Reifen. Um das zu unterbinden habe ich etwas überreagiert und 5 kleine Ballonreifen in den PowerPuller-Reifen gequetscht. Die Anleitung findet sich unten in der Galerie und ist nur bedingt zur Nachahmung geeignet. Seinen Zweck hat das System übrigens erfüllt…
  • Die resultierende Größe eines mit solchen Aufhängungen gebauten Fahrzeugs dürfte bei über 45 Steinen Breite liegen, es ist fraglich, ob das noch sinnvoll ist.
  • Allgemein gilt, dass man mit so hohen Kräften, wie sie hier im Spiel sind, nicht arbeiten sollte, wenn man auf keinen Stein verzichten kann. Die hier gezeigte Version sollte bis zu einer Belastung von 3 XL-Motoren zerstörungsfrei arbeiten. Beim Herumbasteln mit höheren Kräften ist mir allerdings ein 8er Zahnrad komplett kaputt gegangen und zwei Achsen sind verdreht worden.

Ich hoffe, euch hilft diese Konstruktion in euren Modellen, Man kann sie nicht nur in der Radaufhängung einsetzen, sondern auch an anderen Stellen im Antriebsstrang verwenden. Um ein einziges Kardangelenk zu bauen, benötigt man:

  • 4 Nockenscheiben
  • 4 2er-Achsen
  • 1 center hole pin
  • 2 Verbinder #1
  • 2 Verbinder mit halber Breite
  • 1 3er-Pin ohne Reibungskanten

Alle Bilder finden sich unten in der Galerie oder in meinem Brickshelf-Ordner.

Hallo Welt

Februar 16th, 2010 by admin

Willkommen auf meinem ersten Blog!

Ich möchte hier meine Erfahrungen mit LEGO Technic schildern, einem Spielzeug, das mich seit meiner Kindheit begleitet und mir nun wieder viel Freude bereitet.

Das Pseudonym, unter dem ich meine Modelle veröffentlichen werde, ist grindinggears, wahlweise auch grindinggearsinc (inc wie incorporated) wo erster Nutzername bereits vergeben ist.

Mein Blog soll zusätzlich zur deutschen Hauptversion grindinggears.webege.com auch noch eine englische unter der Adresse grindinggears.webege.com/en bekommen, bitte steht mir bei und schreibt mir, wenn ich mal ‘nen ganz bösen Fehler eingebaut habe.

Zu meiner Person: Ich komme aus Deutschland, bin Student und mein erstes LEGO-Modell war der kleine Radlader 6512, den ich mit 5 oder 6 Jahren bekommen habe. Später bin ich dann zu Lego Technic gekommen und habe angefangen, eigene Modelle zu entwickeln, was jedoch leider durch meinen damaligen Teilevorrat begrenzt wurde. Als ich den Offroader 8466 bekommen habe, hat sich dies geändert und ich konnte mein bisher größtes Technic Modell bauen, das hier bestimmt irgendwann auch veröffentlicht wird.

Mit der Zeit verlor ich den Spaß am Legobauen und so wanderten zuerst die normalen Steine, dann die Technic-Elemente auf den Dachboden. Seit einiger Zeit hat mich das Fieber aber wieder gepackt und ich habe die Kisten vom Dachboden meiner Eltern in meine Wohnung verfrachtet, wo ich nun wieder am Bauen bin.

Mein Ziel beim Entwerfen neuer Modelle ist eigentlich weniger, Vorhandenes detailgetreu nachzubilden (meine LEGO System Steine möchte ich eh nicht wieder auspacken), sondern die Vielseitigkeit der LEGO-Elemente zu nutzen, um entweder vollkommen neue Mechanismen zu bauen oder ein hohes Maß an Komplexität undFunktionalität in Modelle zu packen, die trotzdem noch einigermaßen kompakt und stabil sind, mit etwas gutem Willen vielleicht sogar noch als Spielzeug durch gehen.

Einen besonderen Dank möchte ich noch den vielen Internetseiten, die sich mit LEGO beschäftigen, aussprechen, ganz besonders technicBRICKs und sariel.pl. Ohne die Begeisterung ihrer Autoren wäre ich vielleicht nicht zu LEGO zurückgekommen.

Über Rückmeldungen in Form von Kommentaren würde ich mich sehr freuen und danke für die Aufmerksamkeit,

grindinggears

Heavy Freight Plane

Februar 14th, 2010 by admin

This airplane is my contribution to the LEGO Technic Challenge that has the topic “flying functions”.

The main feature of my model is the mecanical “Accelaration Sensor” actuating the aileron and elevator by utilizing the gravitation force of the PF battery box.

So, if you tilt the plane to the left the angle between aircraft and battery box changes and some gears drive the ailerons. Tilting the plane forward and backward the same happens for the elevators. The precise manner of this function is hard to describe, just have a look at the pictures and the video to understand it better.

I have included some other functions such as 2 propellers driven by a PF M-motor, a simple steering mehanism and a cockpit with seat and lever (the lever is a hint to the 8856 helicopter that inspired me in building the “Accelaration Sensor”. After finishing my model I found out that the plane 8855’s function to actuate the aileron/elevator is very similar to mine)

The design of the hull was done quick and dirty because of the limited amount of time to finish the model, but at least the frame is robustly built and gives someone the possibility to hold the plane with one hand to play with it.

When building the model I wanted it to become not only functional but also a big fun for kids to play with it. Although the flight characteristics are not real the ailerons and elevators look cool when moving while tilting the plane and I think I would have loved “flying” with a plane with working propellers through my home in my childhood.

Of course there are some downsides. First of all the plane is too big and heavy, you need some strength to hold it in one hand, the airfoils bend because of their own weight and when the model would fall down some parts would definitely brake. The second big drawback is the backlash of the elevators. It takes some time until they start to move when tilting the plane. And the look needs some improvement as well.

If I had the time to build a second revision of this air plane I would not include the Power Functions and use a small weight instead to move the “Accelelaration Sensor”.  I would also improve the elevator actuation part to reduce the backlash and would give the airfoils a stiffer design.

Photo gallery:

The photos and the video are available here as well: Photos Video